Netzwerk NanoCarbon

Internationales Netzwerk
zur Entwicklung von Nanokohlenstoffprodukten

Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF)

Das IPF ist eine der größten Polymerforschungseinrichtungen in Deutschland. Als Institut der Leibniz-Gemeinschaft ist es der anwendungsorientierten Grundlagenforschung verpflichtet und erhält seine Grundfinanzierung zu gleichen Teilen von Bund und Ländern.

Das Institut betreibt ganzheitliche Polymermaterialforschung von der Synthese und Modifizierung polymerer Materialien, über die Charakterisierung, theoretische Durchdringung bis hin zur Verarbeitung und Prüfung. Charakteristisch für die Arbeiten am IPF ist das enge Zusammenwirken von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern, denen eine umfangreiche gerätetechnische Ausstattung bis hin zu Kleintechnika für Werkstoff- und Technologieentwicklungen unter industrienahen Bedingungen zur Verfügung steht. Schwerpunktmäßig werden Materialfragestellungen aus der realen Anwendung aufgegriffen, die über gezielte Steuerung der Grenzflächeneigenschaften bzw. der Wechselwirkungen an der Grenz- und Oberfläche gelöst werden können. Ziel ist das Erlangen eines tiefgehenden wissenschaftlichen Verständnisses der notwendigen Techniken und Prozesse sowie der zugrunde liegenden physikalischen Aspekte, um auf dieser Basis langfristig tragfähige Konzepte für eine technische Realisierung und Anwendung zu entwickeln. Hierbei spielen nanotechnologische Aspekte eine wichtige Rolle.

Die Nutzung des Potenzials von nanoskaligen Füllstoffen auf Kohlenstoffbasis (Kohlenstoffnanoröhren, Graphen) ist Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten. Nachdem es zunächst um die Entwicklung leitfähiger und zugleich bruchfester und zäher Kunststoffe ging, bieten Kohlenstoffnanoteilchen heute einen wesentlichen Ansatz bei der Entwicklung multifunktionaler Materialien. Konkrete Projekte beschäftigten sich u.a. mit neuen Lösungen für energieeffizienten und ressourcenschonenden Leichtbau, optimierten Autoreifen sowie der Integration von Sensorfunktionen in Textilien, Folien und Verbundbauteilen.  

Das Profil der Forschungsarbeiten am IPF wird von vier strategischen Themen bestimmt, die institutsübergreifend bearbeitet werden.

  • Funktionale nanostrukturierte Grenzflächen und Polymersysteme
  • Biologie-inspirierte Grenzflächen- und Materialgestaltung
  • Polymere Netzwerke: Struktur, Theorie und Anwendung
  • Prozessgeführte Strukturbildung polymerer Materialien

Standort:
Hohe Straße 6
01069 Dresden


Quicklink:
www.ipfdd.de